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wha | solar city

Neubau Wohnhausanlage, in Linz-Pichling 2005

Projekterläuterung

Das Quartier mit dem sozialen Schwerpunkt  „Eltern-Kind-Wohnen“ umfaßt vier Wohnbauten und ein Familienzentrum - „Sozialeinrichtung der Stadt Linz“.

Lage | Die beiden nördlichen, dreigeschossigen Wohnbauten nehmen die klare Ost-West Längsentwicklung der nördlich angrenzenden Bebauung auf. Inmitten der zweizeiligen Bebauung entsteht ein Wohnhof mit 2500 m2. Die Südwest orientierte Bebauung soll den Raum zum großen Kinderspielplatz mit 4000m2, sowie zur Neufelderstrasse, entsprechend klar definieren. Die Nordwest und Südost Längsentwicklung stellt auch den Bezug zum zweigeschossigen Familienzentrum her.

Konzept | Die zweizeilige Bebauung mit ihrer klaren Südorientierung und der Südwest orientierten Bebauung parallel zur Neufelderstrasse sind für „Passive Solarenergienutzung“ konzipiert. Auf Grund der Lage unterscheiden sich die Bauteile. Die exakt südorientierten Wohnhäuser mit 70% der Wohneinheiten sind Südseitig mit den Wohnräumen orientiert. Eine über die gesamte Südfront vorgestellte Glasrahmenfront  versorgt die Räume mit Tageslicht und Wärme, auch bei niedrigstem Sonnenstand am 21.Dezember. Die Nebenraumzone ist nordorientiert und mit den horizontalen Fensterflügeln geschlossen gestaltet.

Die beiden Südwest orientierten Wohnhäuser mit 30% der Wohnnutzfläche, sind auch Südwest seitig mehr geschlossen gehalten, um einerseits vor Überhitzung durch die Sommer Nachmittagseinstrahlung zu schützen, andererseits wird dem subjektiven Empfinden - Schutz zur Strassenseite - Rechnung getragen. Jeder Wohnung konnte eine sogenannte „Klima Balkonzone“ mit Beschattungssystem Süd – bzw. Südwestseitig als zusätzlicher großzügiger Freiraum vorgelagert werden. Die zweizeilige Bebauung mit wahlweise Zwei- Drei- Vierraum Geschoßwohnungen und die Bebauung parallel zur Neufelderstrasse mit unterschiedichen Dreiraum Geschoßwohnungen und Dreiraum Maisonettwohnungen entspricht einer unterschiedlichen Typologie. Dem „Eltern-Kind-Wohnen“ entsprechend stehen nicht nur großzügige Freiflächen, gestaltet für soziale Kontakte, zur Verfügung. Darüber hinaus wurden acht    Gemeinschaftsräume für Kinderbetreuung, Gemeinschaftsaktivitäten ect. auf‚ Gartenebene realisiert.

Gebäudeentwurf und Konstruktion | Großzügige Grundrisse, Wohn- und Aufenthaltsräume alle Süd- bzw. Südwest orientiert, sonnendurchflutet durch raumhohe Glas- Wandkonstruktionen. Als Wohnraumerweiterung, überdurchschnittlich großzügige Loggien über die gesamte Südfassade. Die vollverglasten Südfassaden und die vorgestellten „Klima-Balkone“ mit textilen vollautomatischen Sonnenschutz sorgen für Beschattung bzw. individuellen Sichtschutz.Die Südwest orientierten Loggien sind mit Lamellen – Schiebeelementen ausgestattet und geben dem Benützer gezielt Beschattung und Sichtschutz. Die unterschiedlichen Stellungen des Sonnenschutz geben der Architektur ihr unverwechselbares und abwechslungsreiches Erscheinungsbild.

Nur ökologisch unbedenkliche und wiederverwertbare Materialien wurden eingesetzt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Bewährtheit der Materialien und der Ausführung gelegt, sodass eine günstige Instandhaltung-Folgekosten absehbar günstig hält.

Energiekonzept und Gebäudetechnik | Entsprechend einer optimalen „Passiven Solarenergienutzung“ wurden die Wohnbauten mit erforderlichen Abstand  zueinander, in der Ausbildung der Gebäudetiefe und Traufenhöhe so festgelegt, dass auch am 21.Dezember die flachstehende Mittagssonne „alle Räume“ zur Gänze mit Sonnenlicht versorgt. Die über den Glasfassaden gewonnene Wärme wird in den massiven Bauteilen, Decken und Wände, gespeichert. Um  vor Überhitzung zu schützen, blendet der horizontale Sonnenschutz die hochstehende Sonne zur Gänze aus. Bei flachstehender Sonneneinstrahlung kann entweder vollautomatisch oder manuell, bei den Schiebeelementen nur manuell, der vertikale Sonnenschutz individuell in Position gebracht werden.

Durch die passive Solarenergienutzung und einen gehobenen Dämmstandart, sowie Vermeidung von Wärmebrüchen, konnte ein entsprechender niedriger Energiebedarf erzielt werden. Zusätzlich sorgen zwei großzügige Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und unterstützen die Heizung.

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